
Anis ist eine einjährige Pflanze die in Nordafrika, Asien
und im Mittelmeerraum heimisch ist. Die Pflanze erreicht
eine höhe von bis zu 100 cm. Die Ernte der Blätter erfolgt
vor der Blütezeit ab Juni. Es werden nur die jungen Triebe
geerntet. Erst wenn die Samen eine braun-schwarze Farbe
angenommen haben, werden auch diese geerntet.
Im Altertum gebrauchten die Ägypter ihn, zusammen mit
Kumin und Majoran, zum Einbalsamieren ihrer Toten. Auch
damals schon diente das Gewürz in der Küche zum würzen
von Brot und Gebäck.
Aufgrund des hohen Anteils des ätherischen Oels Anethol
gilt Anis in der Medizin als schleimlösend, verdauungsfördernd
und entspan- nend. Vorsicht ist allerdings bei der Dosierung geboten.
Agapios Landos, ein kretischer Mönch der im 17.Jahrhundert lebte,
schrieb in einem Buch mit verschiedenen Ratschlägen an die Bauern,
sie sollen mehr gekochte Äpfel mit Anis
und Zucker essen, da es ihnen zu einer besseren Ge- sundheit dienlich sei.