
Die Skridlof-Straße, auch Ledergasse (Stivanádika) genannt, besteht hauptsächlich aus Ladengeschäften der Lederindustrie.
Seit Anfang des 19.Jh. bis Ende der 80er Jahre waren die ansässigen Geschäftsleute noch Schuster, die in Ihren Ladengeschäften, ihre selbst hergestellten Stiefel, die sogenannten Stivanádika, herstellten. Das Wort Stivani, ein sprachliches Überbleibsel aus der Zeit der Venezianier, kommt vom lateinischen Wort "Stival" und bedeutet "Fußbekleidung, die den Unterschenkel umschließt". Es war bei den Einheimischen üblich, dort ihr Schuhwerk zu beziehen; meist maßgefertigt.
Inzwischen hat auch hier der Massenkonsum zugeschlagen und es gibt noch nicht einmal mehr eine Handvoll von Geschäften, welche gute Handarbeit liefern.
Heute jedoch gleicht die Stivanádika einem bunten Basar, in der neben Stiefeln und Sandalen auch traditionelle kretische Erzeugnisse, Gewürze und touristische Andenken feilgeboten werden.
Also alles was ein Touristenherz begehrt.