
Kapernblüten;
Kapern sind die Blütenknospen des Echten Kapern- strauchs (Capparis spinosa). Der Name "spinosa" bedeutet dornig.
Gesammelt werden die geschlossenen Knospen in der Zeit von April bis Ende Juni. Die geernteten Knospen werden in groben Meersalz, Essig oder Oel eingelegt. Die dabei enstehenden Senfoelglycoside und Caprinsäure geben den Kapern ihren herb - würzigen Geschmack.
In der Antike wurden Ischias und Nervenschmerzen mit eingelegten Kapern "bekämpft". Viele Ärzte wendeten sie damals auch als schleimförderndes Mittel an. Laut Pedanios Dioscurides, der berühmteste Pharmakologe des Altertums, sollen in Essig gekochte Kapern bei Zahnschmerzen linderung bringen. In früheren Zeiten galten Kapern als Nahrungsmittel der Armen.
Heute kommen in Essig eingelegte Blütenknospen von Kapuzinerkresse, Bärlauch und Sumpfdotterblume als "Kapernersatz" in den Handel. In Salz eingelegte Kapern müssen vor dem Verzehr gut gewässert werden.
Bei Kaperngerichten, wie Königsberger Klopse oder das Steak Tatar, sollten andere Gewürze nur mit sehr viel Vorsicht verwendet werden, um den speziellen Kaperngeschmack nicht zu verderben.